Auf dem Weg zu effizienten und nachhaltigen Transport und Logistik

Am 26. September 2019 fand am neuen Sitz der CLIP Group in Swarzędz eine Konferenz mit dem Titel „Auf dem Weg zu effizienten und nachhaltigen Transport und Logistik“ statt.

Die Veranstaltung wurde zusammen mit der niederländischen Botschaft und der Niederländisch-Polnischen Handelskammer organisiert und versammelte Transport- und Logistikexperten, Logistikdienstleister, Industrieverbände, Transportunternehmen und Medienvertreter, um wichtige Themen im Zusammenhang mit der Entwicklung der Logistikbranche gemeinsam zu diskutieren.

Die Konferenz begann mit einer Rede von Frau Agnieszka Hipś, CEO der CLIP Group, und Sanne Kaasjager, Leiter der Wirtschaftsabteilung der niederländischen Botschaft in Warschau. Sanne Kaasjager wies in seiner Rede auf die Vorteile Polens hin, die sich aus dem günstigen Standort für Produktions- und Logistikunternehmen in Europa ergeben. Darüber hinaus stellte er die niederländischen Pläne zur Erreichung der Ziele der Reduzierung der Treibhausgasemissionen vor und betonte die Bedeutung des Austauschs von Wissen, Innovation und Erfahrung in der Logistik.


Die Plenarsitzung bot einen umfassenden Überblick über die internationalen Korridore und zeigte das enorme Potenzial multimodaler Lösungen für die globale Lieferkette. Marcin Żurowski, Direktor des Intermodalen Terminals der CLIP-Gruppe, stellte die neuesten technologischen Innovationen vor, mit denen die Effizienz des intermodalen Betriebs gesteigert werden kann.

Maurits vaan Schuylenburg, Projektmanager bei der Hafenbehörde von Rotterdam, hob die bestehenden Verbindungen zwischen dem Rotterdamer Hafen und Polen („Connected by Rail“) hervor. Darüber hinaus erwähnte er das Potenzial, das sich aus der Verlagerung von 2,2 Millionen Tonnen Waren von der Straße auf die Schiene ergibt und zu einer Reduzierung der CO2-Emissionen um 38% und einer Reduzierung der Kosten um 30% führt. Die Präsentation von Marcin Kamola, Sales Support Manager bei DCT Gdańsk, zeigte die dynamische Entwicklung der DCT-Aktivitäten. Marcin Kamola betonte auch die Vorteile der DCT-Angebote für intermodale Bahnverbindungen mit allen wichtigen Inlandsdestinationen in Polen und mit einer direkten Verbindung zur Tschechischen Republik (AWT Paskov, Ostrava). Emmanuel Piskozub, Geschäftsführer von Axell Logistics, wies auf einige wichtige Faktoren hin, die sich in naher Zukunft erheblich auf den Transport auswirken werden, z. B. Fahrermangel, Digitalisierung und Umstrukturierung des internationalen Güterverkehrs (Änderung der EU-Gesetzgebung).

Die Gruppensitzungen am Nachmittag waren zweier sehr unterschiedlichen, zudem aber interessanten Themen gewidmet: Brexit und Nachhaltige Entwicklung. Als Einführung in die Brexit-Sitzung erörterte Maurits van Schuylenburg die Auswirkungen des Brexit auf den Warenfluss und erläuterte, wie sich der Rotterdamer Hafen auf diese Herausforderung vorbereitet, indem er das Portbase-System einführte, um reibungslosen Durchgang durch alle niederländische Häfen, spezielle Viehkontrollstellen und zu gewährleisten sowie Straßenverkehrspläne erstellt. Eine von Elro van den Burg, Direktor von NPCC, moderierte Podiumsdiskussion zeigte die Herausforderungen von Brexit aus verschiedenen Blickwinkeln, d. h. aus Sicht der Organisation der TLP-Straßenverkehrsabteilungen, des Transportunternehmens Boekestijn und des Spediteurs und Backzutatenherstellers Zeelandia.

Eine parallele Sitzung zur nachhaltigen Entwicklung zeigte verschiedene Wege auf, zur Reduzierung der CO2-Emissionen in der Transport- und Logistikbranche beizutragen. Albert Veenstra, wissenschaftlicher Leiter von TKI Dinalog, stellte in einem Kurzfilm verschiedene Lösungen zur Dekarbonisierung der Logistik vor: Reduzierung des Güterverkehrsbedarfs, Optimierung der Güterverkehrsarten, Steigerung des Ressourceneinsatzes, Steigerung der Energieeffizienz der Flotte und Reduzierung des Kohleanteils bei der Energieerzeugung. Franz Blum von Vega Transport präsentierte ein innovatives Konzept für den LKW-Schienenverkehr. Das Unternehmen ist auf multimodale Logistikketten spezialisiert und verwendet stets die kostengünstigsten, ökologischsten und effizientesten Lösungen für den Straßen-, Schienen- und Nahverkehr.


Die Konferenzteilnehmer hatten die Gelegenheit, eine Vorführung der VEGA-Lösung am CLIP-Terminal zu verfolgen. Fran Blum teilte auch seine Erkenntnisse über den breiteren Kontext der Entwicklung des intermodalen Verkehrs mit und hob die mangelnde Harmonisierung des Schienenverkehrs als ein Haupthindernis für die Entwicklung des intermodalen Verkehrs hervor.